Jugendhof Barsbüttel

  
Der Jugendhof war 1907 als "Villa Lunugala" von Dr. Anton Riedemann 
gebaut worden. Anton, genannt "Tonio",war einer der Söhne von Wilhelm Anton  
von Riedemann, jener legendäre Petroleumkönig, Erfinder des Tankschiffes 
und Mitbegründer der ESSO. 
Nach dem 2. Weltkrieg, als hier eine Bildungsstätte für Jugendführer 
residierte, entstand die Bezeichnung Jugendhof. 
Zu jener Zeit wurden hier die "Barsbüttler Tänze" entwickelt. 
Ab 1977 betrieb hier der Glasblaskünstler Pavel Molnar 25 Jahre lang seinen eigenen Studio-Ofen.
1 Jahr lang , 2002, war die Gemeinde Barsbüttel wieder Eigentümer. Zwar war die Islamische Gemeinde Centrum Moschee in Hamburg-St.Georg als Kaufinteressent und dann Mieter aufgetreten. Sie wollte hier Deutschunterricht für neu eingereiste türkische Mütter und Imame durchführen. Aber in Barsbüttel gab es kulturelle und politische Vorbehalte. Das führte zur Nutzung des Vorkaufsrechtes der Gemeinde und zur Auflösung des Mietvertrages.
Am Jahresende 2002 verkaufte die Gemeinde Barsbüttel die Villa "Jugendhof", dann auch "Herrenhaus" genannt, an die Kaufleute Rolf-Jürgen und Phillip Meise.
Der Vertrag gestattete der Gemeinde die Nutzung des "Rittersaales" - rechts unter dem Uhrturm - und des westlichen Anbaus. Nutzungskonzept und Finanzierung der erforderlichen Baumassnahmen waren jedoch strittig.
Später entfiel das Interesse ganz an der Nutzung dieses Saales, als die Gemeinde Barsbüttel ein Gebäude bei der Schwimmhalle kaufte und seither als "Bürgerhaus" nutzt.
Im Sommer 2010 steht der Jugendhof erneut zum Verkauf.

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